Ein unbedingtes Muss

"Burning-Sax" im Blue Note - Funke springt über

Forchheim. Die Band "Burning-Sax" hatte im Forchheimer "Blue Note" einen ihrer bisher besten Auftritte. Die acht Musiker rund um Frontfrau Hadil Ali machten damit Werbung für die noch unbekannte Musikrichtung "Skapunk".

Schwer ist es an diesem Abend, einen Platz zu finden. Viele sind gekommen, um Burning-Sax bei ihrem siebten Auftritt live zu hören. Mit ihrer mitreißenden Art versteht es die junge Musikgruppe hervorragend, den berühmten Funken auf das Publikum überspringen zu lassen. Die schnellen und fetzigen Songs, aber auch leicht melancholische Stücke machen den Abend abwechslungsreich.

Immer wieder erzählt Micha Kraus (E-Gitarre) von der Entstehung eigener Songs. Diese Stücke haben oft auch Hintergrund, so geht es zum Beispiel im Lied „In die Wildnis“ um die Flucht vor Großstadt, Menschen Konsum, in die Einsamkeit und die Stille der Natur, die sich manchmal jeder wünscht.

Kontrast zum Chartalltag

Musikalische Farbe geben Coverstücke von italienischen, spanischen und mexikanischen Gruppen. Es ist wahrscheinlich das Erfolgsgeheimnis von Burning-Sax, dass ihre Musik einen Kontrast zum manchmal tristen deutschen Radio- und Chartalltag, der überwiegend aus englischen Liedern besteht, bildet.

Die Bläser mit Christopher Branston (Saxofon), Simon Kintopp (Posaune), Stefan Schmitt (Trompete) geben ihr Bestes. Die Verschmelzung dieser klassischen Blasinstrumente mit Schlagzeug (Manuel Zäh), E-Gitarre (Micha Kraus), Keyboard (Peter Rebhan) und Bass (Tobias Kötter) lässt eine Musik-Kraft entstehen, die zum Mittanzen und Mitsingen animiert.

Hadil Ali, die Frontsängerin, trägt mit Gefühl und einem gewaltigen Stimmvolumen die Lieder vor. Die südländischen Klänge, die fast an Samba und Rumba (so auch der Titel eines Liedes) erinnern, lassen einen die Lebenslust und Wärme dieser Länder erahnen und die Sorgen des Alltags für einige Zeit vergessen. Kurz, man will nach einem Besuch von Burning-Sax einfach mehr von der Musikrichtung „Skapunk“ hören. Leider wird es in nächster Zeit keinen weiteren Auftritt im Forchheim geben, da sich die Band auch in Erlangen und Nürnberg einen Namen machen will. Dass Burning-Sax für alle Forchheimer Musikfans ein Muss ist, hat die Gruppe eindrucksvoll bewiesen.

Nico Kreis
(Quelle: Fränkischer Tag vom Mittwoch den 9. November 2005)